Mario06 hat geschrieben:also demnach würde ich eher bei dem Unternehmen "minus Punkte sammeln" anstatt zu "punkten" oder?!?
Negativ punkten, sozusagen... definitiv in diesem Fall!
Es gibt grundsätzlich keine (gute!) Dritte Seite, für die man "schwierig etwas findet". Der Weg ist immer anders herum: Wenn jemand deutlich mehr zu sagen hat, als sich in einem "üblichen" Anschreiben sinnvoll (und für den Leser komfortabel) unterbringen lässt... dann wäre es nach Ausschöpfen sämtlicher inhaltlicher Verdichtungsmöglichkeiten und optimaler Nutzung des Lebenslaufes eine Idee, es mit einer dritten Seite zu versuchen...
Was viele ebenfalls übersehen: Diese zusätzliche Seite wirkt ja nicht "per se". Sie wird ja nicht aufgrund ihrer blossen Existenz als Pluspunkt "abgehakt", sondern bringt ja zunächst einmal ganz neue Anforderungen in die Gesamt-Bewerbung hinein. Man kann da mindestens genau so viel falsch machen wie bei Anschreiben und Lebenslauf.. eher mehr, weil es gegenüber denen weit weniger an "Fixpunkten" gibt, an denen man sich "entlanghangeln" könnte... und darüber hinaus steht sie mit den beiden in Wechselwirkung. Drei Elemente überschneidungsfrei aufeinander abzustimmen, ist DEUTLICH schwieriger als zwei! Alles in allem potenziert man den Schwierigkeitsgrad... mit der Gefahr, sämtliche Teile gleichzeitig "runter zu ziehen"...
Den Onkel bekommst Du mit Sicherheit noch im Anschreiben unter...
Der Anlass einer dritten Seite muss allerdings nicht unbedingt aus konkreter Berufserfahrung bestehen. Er kann auch - Stichwort "Motivationsschreiben" - eine ganz spezielle Interessenlage und/oder persönliche Überzeugung, in ganz besonderen Fällen evtl. auch eine menschliche Entwicklung, in Worte fassen. Aber es ist und bleibt - wie Marlenchen schon gesagt hat - der ambitionierteste Teil einer Bewerbung... die Königsklasse... Totenkopf mit gekreuzten Schwertern...
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