Bin ziemlich down, konnte Mittwoch endlich zur AM (Coaching); der lies kein gutes Haar an mir... Kurz: mein ganzes Dossier sei schlecht (komisch; bisher wurde mir noch von keiner Massnahme, keinem AA-Berater, keinem Personalverantwortlichen etc so etwas attestiert); naja das ist nicht so das Thema...
Gesprächsverlauf (wichtig für meine anschliessende Frage)
- Am Anfang vom Gespräch fragte er, warum ich zu dieser Massnahme wollte; ich erklärte ihm: ich benötige eine Feststellung meiner Situation, auf das der RAV (AA)-Berater den ausgeübten Druck minimiert und für "Gegenmassnahmen" bez. Situation offen ist... Antwort: Gäbe es nicht, es gäbe keinen Handlungsbedarf...
- Dann kam die Frage wie ich meine Situation einschätze (und die schätze ich als Hoffnungslos ein, Aufgrund Absage-Tenor "zu wenig Erfahrung/zu viele Lücken im Lebenslauf"); diese Aussage lasse er nicht gelten... Eine Situation sei nie Hoffnungslos... Seine Empfehlung: ich soll ne Therapie beginnen;
- ich erklärte ihm, das eine Therapie schon aufgrund der jahrelangen Stellensuche wohl unumgänglich, jedoch unbezahlbar ist (auch wenn in der CH die Krankenkassen - wenn Therapie ärztlich Verordnet - 90% an die Rechnungen zahlen, die restlichen 10% wollen auch gelöhnt werden), begann er mir zu erklären, wie das läuft (als ob ich das nicht wusste)
Dann fing er an mein Dossier auseinander zunehmen, um am Ende zu folgenden Schlüssen zu kommen:
- Absagen wohl wegen fehlender Berufserfahrung und mangelnder Weiterbildung
- meine Situation sei ohne Gegenmassnahmen Hoffnungslos
- es gäbe akuten Handlungsbedarf bez. Weiterbildung etc
- der Druck, der vom RAV (Regionales Arbeits"Vermittlungszentrum", das CH-AA) ausgeübt wird, muss reduziert werden...
- ich könne mir mit dem jetzigen Arbeitslosengeld eine Therapie nicht leisten (er rechnete mir vor was alles von dem Geld bezahlt werden müsse - als ob ich das nicht selber weis...)
Kurz: alles das, was ich sagte und er verneinte... Das Gespräch ging 1,5 Stunden.......
Immerwieder dieselbe Situation; ich sag wie's ist, und niemand glaubt's...
Stattdessen werde ich behandelt wie der grösste Volldepp (ich soll bei der AM das nächstemal einen USB-Stick mitnehmen, um dann vor Ort einen Lebenslauf zu erstellen, damit ich sehe wie man mit einem PC umgeht... (ich = PC-Freak, kaufm. Angestellter, angefangenes Wirtschaftsinfo-Studium, Erfahrung aus dem ICT-Bereich!!

Meine Frage:
Wie redet man am besten mit solchen Leuten? Belügt man diese bei solchen Fragen am besten oder wie soll man sowas anstellen? Legen es die Menschen wircklich drauf an, nur belügt zu werden, und ertragen es nicht, wenn dann doch mal jemand die Wahrheit sagt???

(mir fällt auf: immer häufiger wird bei der zwischenmenschlichen Kommunikation alles gesagt, nur nicht das, was man sagen will, auf dass das Gegenüber die Aussagen so falsch interpretiert, das es die Aussagen so versteht, wie das nicht gesagte gemeint war... )