momentan mache ich mir Gedanken um meine berufliche Zukunft und hoffe auf ein paar gute Ratschläge

Mein bisheriger Werdegang kurz und knackig ohne Soße:
Abitur in BaWü (Ø3,1) -> Zivildienst -> Ausbildung Industriekaufmann (Ø1,5)
-> 1,5 Jahre Berufserfahrung im Ausbildungsbetrieb(Vertriebinnendienst, kfm. Projektmanagement) -> Wechsel zu einem großen renommierten Unternehmen Oktober 2012 (Key Account Support)
Schon am Anfang meiner Ausbildung zum IK war mir klar, dass mir die Tätigkeiten (einfach,monton, wenig Stress) auf Dauer keinen Spaß macht. Es war ein kleines Unternehmen mit 70 Mitarbeitern. Jedoch habe ich die Ausbildung in 2,5 Jahren durchgezogen, und habe dann noch einen interessanten Job im Vertrieb im selben Unternehmen angenommen. Parallel zum Ende meiner Ausbildungszeit habe ich die Weiterbildung zum Betriebswirt(VWA) begonnen, um noch mehr gefordert zu werden.
Da das Niveau der Weiterbildung nicht wirklich hoch war ( mit minimalen Aufwand Noten zwischen 1 - 2 ) und die Aufstiegsmöglichkeiten im Betrieb fehlten, habe ich mir letztes Jahr einen neuen Job gesucht und schnell gefunden.
Nach 3-monatiger Einarbeitungszeit im Unternehmen, sitze ich nun an meinem neuen Arbeitsplatz und bin total unterfordert. Ich habe Arbeit für höchstens 3-4 Stunden und sonst bin ich auf Wikipedia unterwegs, um wenigstens die Zeit sinnvoll zu gestalten. Mein Kollegen wollen und können mir auch nicht immer Arbeit für 8 Stunden geben. Das Umfeld ist jedoch top. Das Gehalt von 35.000 p.a. ist auch in Ordnung für den langweiligen Job.
Zusätzlich werde ich im Herbst den Betriebswirt(VWA) abschließen, jedoch nur mit mäßigem Aufstiegsmöglichkeiten im selben Unternehmen. Meiner Meinung ist das Niveau der VWA (zumindestens hier in Freiburg) ziemlich überschaubar. Ich habe auch nicht das Gefühl, bisher so viel mitgenommen zu haben.
Ich war mir immer sicher nicht studieren zu gehen. Jedoch sitz seit geraumer Zeit ein kleiner Mann in meinem Kopf, der leise zu mir flüstert
" Geh studieren, eine andere Stadt, Auslandssemster, Englischkenntisse verbessern , erweitere dein Horizont. Sei nicht mit dem zufrieden was du hast. Du kannst mehr. Der Wille ist da!"
Auf der anderen Seite habe ich einen sicheren Job. Familie und Freunde sind hier. Schöne Stadt. Partnerin möchte hier bleiben.
Andererseits gibt es noch viel zu erleben auf dieser Welt !
Die Sicherheit macht mir persönlich aber mehr Angst, als das unbekannte Neue.
Alternativ könnte ich noch in einem Aufbaustudium (1,5 Jahre) den Bachelor "kaufen" (bzw. dranhängen) Aber ist der so viel Wert wie ein Bachelor an einer FH/Uni?! Meiner Favorit wäre FH Köln/Münster (BWL)
Zudem glaube ich nicht, dass ich so viel lerne wie in einem Vollzeitstudium in 3 Jahren. Geschweige von der persönlichen Entwicklung in einem Studium und das Netzwerk, dass man sich erschaffen kann.
Ach übrigens, ich bin 25 Jahre alt. Ist das nicht zu spät ? Bachelor mit 28/29. Manche haben da schon den Master+Berufserfahrung.
Vielleicht bin ich auch einfach mit dem zufrieden was ich habe, und werde nie glücklich?
Vielleicht war hier jemand in der gleichen Situation und könnte mir einen ein oder anderen Ratschlag geben?
Ich freue mich über Ihre Antworten und bedanke mich für die Zeit, die Ihr für mich nimmt.
Grüße aus Südbaden