Liebe Mitdiskutanten,
vor einiger Zeit habe ich mich an dieser Stelle ja bereits bitter beklagt über die oftmals schleppenden Bewerbungsverfahren und meine These erörtert, dass es vielleicht oft an der "Moral" der Personaler in den Unternehmen liegt. Ähnliche Erfahrungen und Ansichten konnte ich in den vergangenen Wochen hier öfter lesen...
Heute dann war ich nach Monaten endlich mal wieder bei einem Vorstellungsgespräch. Beworben hatte ich mich am 27. Juli - also auch schon ein Weilchen her...
Man sagte mir, dass es auf die Ausschreibung rund 150 Bewerbungen gegeben habe. Alle seien gewissenhaft abgearbeitet worden, was eben Zeit gekostet habe. Zudem habe es echte "Hochkaräter" unter den Bewerbern gegeben (die allerdings nicht eingeladen wurden, weil man sie nicht für passend hielt).
Was ich nur sagen möchte: Ich bin nach wie vor überzeugt, dass die Bewerbungsverfahren schneller gehandelt werden könnten; auch glaube ich, dass es neben sehr fähigen Personalern viele Krampen gibt, die nicht alles geben, um den Prozess zu beschleunigen (ihnen ist es doch egal, wie alngte es dauert). Aber ich habe auch eingesehen, dass wir Bewerber momentan in einem ungeheueren Wettbewerb stehen. Vermutlich sind mehr als 100 Bewerbungsgeingänge in vielen Bereichen heute die Regel. Und das schlägt sich natürlich auf die Bearbeitungsdauer nieder.
Zudem kommt: Aktuell sind halt auch viele Führungskräfte auf dem Markt, die ebenfalls um Jobs buhlen, für die sie vor einem Jahr kein müdes Lächeln übrig gehabt haben. In meinem aktuellen Fall wurden die nicht eingeladen, weil sie für ungeeignet erachtet wurden; in vielen Fällen aber schreien die Personaler vielleicht hurra, weil sie Spitzenkräfte für den Bruchteil des sonst üblichen Salärs erhalten....
Hilft mir nicht viel weiter und allen, die gerade auf eine Antwort warten - aber vielleicht ist der Markt eben tatsächlich grad so. Durchhalten ist also die Devise.
