Ich hatte vor ein paar Tagen ein VG zur Reiseverkehrskauffrau, das mir eigentlich ein ganz gutes Gefühl gegeben hat, irgendwie aber auch nicht - daher will ich gerne Eure Meinung hören bitte.
Ich muss dazusagen dass ich mehrere Wochen im Krankenhaus war und die Einladung ganz am Anfang meines Aufenthaltes kam, so dass das Unternehmen auf mich warten musste - sie hatten damals schon gesagt, dass ich einen richtig tollen Eindruck mit meiner Bewerbung und dem Einstellungstest gemacht hätte, so dass die Tür für mich auch nach diesem mehrwöchigen Aufenthalt sehr weit offen steht.
Das wurde nochmals bekräftigt, dass man dort gerne gewartet habe, weil ich so einen tollen Eindruck mache.
Und zwar fanden die gut:
- meine Bewerbungsunterlagen mit den sehr guten Noten und drei Fremdsprachen,
- dass ich in Kontakt geblieben bin trotz Krankenhausaufenthalt
- meinen Einstellungests, bei dem ich immerhin 86% hatte
- meine Telefonstimme sei sehr angenehm
Nun kam ich da rein und der Personaler meinte, ich solle etwas über mich erzählen - interessiert hat ihn der kurze Abriss meines Lebenslaufes nicht wirklich irgendwie, war mein Eindruck.
Die restlichen 30min verbrachte er damit, mir das Unternehmen vorzustellen, die Ausbildungsinhalte, die Aussichten nach der Ausbildung etc... Fragen zu mir hatte er keine mehr - die Tätigkeiten beschrieb er auch immer mit "dann machen SIE", also nicht der Azubi oder so
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Ich brauchte mich gar nicht verkaufen
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Er meinte auch, er habe bei mir ein sehr gutes Gefühl, dass das mit der Ausbildung klappen würde und hätte mich gerne schon ab Februar als Praktikantin. Zunächst solle ich eine Woche machen, dann aber Dauerpraktikum.
Er meinte auch, so gute Bewerber wie mich müsse man sich schnell greifen ehe sie die Konkurrenz einstelle.
Okay, so weit klingt das ja super, ich weiß.
Dann meinte er, er müsse sich die anderen Bewerber noch ansehen, von denen hätte ihn schriftlich keiner überzeugen können weil die sehr viele Rechtschreibfehler gehabt hätten, aber es könne ja sein dass der persönliche Eindruck ein anderer ist... warum erzählt der mir das?
Diese komischen Erzählungen gingen noch weiter: er meinte, in der anderen Filiale in einer Großstadt sei das mit den Bewerbern anders, da könne er aus den Vollen schöpfen während in der Kleinstadt, in die ich will, sich weniger bewerben würden.
Warum erzählt der mir das, ist er am Ende doch nicht so angetan, sondern ich eine Notlösung? Aber warum meint er dann, er müsse sich mich krallen ehe ich zur Konkurrenz ginge?
Was meint Ihr - ich bin dankbar für jede Meinung!
Grüße
Stella.2802