Schlechtes Zwischenzeugnis Muster ändern?

Informationen und Fragen zum Bewerbungsablauf, zu einzelnen Elementen der Bewerbungsmappe und zu individuellen Formulierungen. Wie soll eine Bewerbungsmappe aufgebaut sein? Welche Fakten gehören in ein Anschreiben? Welche Formulierungen sollten unbedingt vermieden werden?
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GreatWhale
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Schlechtes Zwischenzeugnis Muster ändern?

Beitrag von GreatWhale »

Guten Morgen an alle,

vorweg schonmal vielen Dank für die Zeit die Ihr hier investiert.
Ich bin dankbar für jede Antwort :)
Im Anschluss werde ich noch die Noten anfügen diese sind mir bekannt.
Der Sachverhalt das ich schon ein halbes Jahr früher über eine Zeitarbeit angefangen habe wird nicht erwähnt.


Herr XXX, geb. am XXX in XXX, ist am XXX als Sachbearbeiter Logistik in die XXX eingetreten.

(Beschreibung des Unternehmens)

Das Aufgabengebiet von Herrn XXX umfasst folgende Tätigkeiten:

(Auflistung der Tätigkeiten)

Herr XXX ist ein qualifizierter Mitarbeiter, der über umfassende und vielseitige Fachkenntnisse verfügt. Aufgrund seiner sehr schnellen Auffassungsgabe arbeitet sich Herr XXX rasch in neue Aufgabengebiete ein, ist vielseitig einsetzbar und überblickt dabei auch schwierige Zusammen¬hänge vollständig. Hervorzuheben ist seine Fähigkeit, jederzeit optimale Lösungen zu finden.

Herr XXX erfüllt seinen Aufgabenbereich mit viel Engagement und Leistungsbereitschaft. Auch bei sehr hohem Arbeitsanfall ist er belastbar. Seine Arbeitsprozesse plant Herr XXX stets sehr sorgfältig und verantwortungsbewusst. Darüber hinaus arbeitet er jederzeit zuverlässig. Sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht erzielt er immer gute Arbeitsergebnisse. Seine Leistungen finden stets unsere volle Anerkennung.

Herr XXX wird von Vorgesetzten, Kollegen und Kunden als freundlicher und fleißiger Mitarbei¬ter geschätzt. Sein Verhalten ist jederzeit einwandfrei.

Dieses Zwischenzeugnis wird auf Wunsch von Herrn XXX ausgestellt, weil ein Vorgesetzten¬wechsel stattfand. Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, um ihm an dieser Stelle für die bisher geleistete Arbeit zu danken und wünschen ihm auch weiterhin viel Erfolg in unserem Unternehmen.

Ort, Datum, Unterschrift Geschäftsführer, Unterschrift direkter Chef

Hier die Noten (egal ob gerechtfertigt oder nicht)

Eigeninitiative 2
Flexibilität 2
Qualität 2
Quantität 2
Zuverlässigkeit 3
Organisation 1
Frachtabwicklung 2
Auffassungsgabe 2
Denken 2
Engagement 3
Belastung 3
Verhalten 2

Durchschnitt 2,2

Vielen Dank.
Zuletzt geändert von GreatWhale am 13.12.2010, 20:43, insgesamt 2-mal geändert.
GreatWhale
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Beitrag von GreatWhale »

Ich stolpere hier immer wieder über folgende Formulierungen:

"der über umfassende und vielseitige Fachkenntnisse verfügt."
"überblickt dabei auch schwierige Zusammenhänge vollständig."
"jederzeit optimale Lösungen zu finden."
"mit viel Engagement und Leistungsbereitschaft."
"Auch bei sehr hohem Arbeitsanfall ist er belastbar"
"Arbeitsprozesse -plant-"
"stets sehr sorgfältig und verantwortungsbewusst"
"jederzeit zuverlässig. "
"erzielt er immer gute Arbeitsergebnisse"
"Seine Leistungen finden stets unsere volle Anerkennung. "
" freundlicher und fleißiger Mitarbeiter geschätzt"
"Sein Verhalten ist jederzeit einwandfrei.
derReisswolf
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Beitrag von derReisswolf »

GreatWhale, der erste Text besteht aus einer beliebig wirkenden Aneinanderreihung von durchaus positiven Standardfloskeln, er wird wohl in dieser oder leicht abgewandelter Form regelmäßig Verwendung finden. Inwiefern dieses Zeugnis bzw. die enthaltene, eigentlich ja positive Beurteilung vom Leser ernst genommen werden wird, wird er selbst entscheiden und lässt sich daher nicht einheitlich beantworten.

Der zweite Text basiert wohl auf einen Eigenversuch?
GreatWhale, ich habe ihn gelesen... lass die Finger davon, hiermit schadest du dir mehr als du glaubst.

... hast du denn die Möglichkeit selbst einen Zeunistext einzureichen?
GreatWhale
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Beitrag von GreatWhale »

Den zweiten Text habe ich von meiner Vorgesetzten bekommen, sie findet ihn sehr gut. Aber Bekannte meinten auch das er ebenso komisch klingt. Ja ich habe die Möglichkeit selber etwas zu schreiben.
Die dritte Version muss ich mal suchen, die habe ich anhand einer Vorlage im Internet erstellt.

Inwiefern schadet mir die zweite Formulierung?
Sollte ich die erste Formulierung nur aufwerten?
bäwärbär
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schlechtes Zwischenzeugnis - was tun?

Beitrag von bäwärbär »

Nach einem Vorgesetztenwechsel habe ich (Abteilungsleiter, 3 Mitarbeiter), im Personalbüro unseres mittelständischen Unternehmens (ca.200 Mitarbeiter) um ein Zwischenzeugnis gebeten.
Ich habe folgendes Zwischenzeugnis erhalten:


Herr XXX,

eingetreten am YY (Datum vor 24 Jahren) als Angestellter in der Abteilung Entwicklung in unser Unternehmen.

Seit 1.April 2001 führt Herr XXX als Leiter der Abteilung Vorentwicklung folgende Tätigkeiten eigenverantwortlich aus:
Mitarbeiterführung
Weitere 8 Punkte

Herr XXX hat sich als Führungskraft sehr schnell in das umfangreiche komplexe Aufgabengebiet eingearbeitet und sich einen guten Überblick über angrenzende Bereiche beschafft.

Wir bestätigen Herrn XXX gerne, dass er sämtliche ihm übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit ausführt. Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Mitarbeitern ist geprägt durch sein unternehmerisches Denken und seine zuverlässige Art, die ihm Anerkennung und Wertschätzung eintragen. Jederzeit zeichnet er sich durch seine fachlichen Kenntnisse und äußerste Loyalität dem Unternehmen gegenüber aus.

Dieses Zwischenzeugnis wird Herrn XXX anlässlich eines Vorgesetztenwechsels ausgestellt. Wir verbinden damit den Wunsch auf eine weiterhin erfolgreiche Zusammenarbeit.


Obwohl ich auch mal Zeugnisse und Bewertungen ausstelle, würde ich mich über eine unabhängige und professionelle Bewertung freuen. Ich habe das Gefühl, eher eine 3 als eine 2 erhalten zu haben, und mit fehlen auch Bewertungen für Engagement, Ideenreichtum, Umgang mit Mitarbeitern.
Ich würde mich mit einer 2 realistisch sehen und zufriedengeben, eine 3 macht mich nachdenklich. PS: Unsere Personalabteilung besteht aus angelernten Kräften, eher nicht sehr professionell.

Vielen Dank an die Spezialisten,

Euer Bäwärbär
dicker Zeh
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Beitrag von dicker Zeh »

hallo bäwärbär,

ich teile deine meinung.
Herr XXX hat sich als Führungskraft sehr schnell in das umfangreiche komplexe Aufgabengebiet eingearbeitet und sich einen guten Überblick über angrenzende Bereiche beschafft.
hier fehlen begriffe wie ...und sich so jederzeit einen guten überblick verschafft...
daher eher eine drei
Wir bestätigen Herrn XXX gerne, dass er sämtliche ihm übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit ausführt.
Arbeitsleistung = glatte zwei
Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Mitarbeitern ist geprägt durch sein unternehmerisches Denken und seine zuverlässige Art, die ihm Anerkennung und Wertschätzung eintragen.
ungewöhnliche formulierung klingt eher nach einer drei
Jederzeit zeichnet er sich durch seine fachlichen Kenntnisse und äußerste Loyalität dem Unternehmen gegenüber aus.
eins minus bis zwei plus
Dieses Zwischenzeugnis wird Herrn XXX anlässlich eines Vorgesetztenwechsels ausgestellt. Wir verbinden damit den Wunsch auf eine weiterhin erfolgreiche Zusammenarbeit.
Erklärung warum zeugnis ist o.k.
wunsch auf weitere erfolgreich zusammenarbeit ist ein bisschen dürftig.
eher eine drei
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TheGuide
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Beitrag von TheGuide »

dicker Zeh hat geschrieben: ich teile deine meinung.
Ich nicht.
Herr XXX hat sich als Führungskraft sehr schnell in das umfangreiche komplexe Aufgabengebiet eingearbeitet und sich einen guten Überblick über angrenzende Bereiche beschafft.
hier fehlen begriffe wie ...und sich so jederzeit einen guten überblick verschafft...
daher eher eine drei
Es geht ja hier nicht um eine wiederkehrende Tätigkeit, sondern um die Einarbeitung am Anfang. Diese Einarbeitung findet nur einmal statt, ein jederzeit hat da nichts zu suchen, würde eher signalisieren, dass der Verfasser das Zeugnis ohne Sinn und Verstand geschrieben hätte.
dicker Zeh hat geschrieben:
Dieses Zwischenzeugnis wird Herrn XXX anlässlich eines Vorgesetztenwechsels ausgestellt. Wir verbinden damit den Wunsch auf eine weiterhin erfolgreiche Zusammenarbeit.
Erklärung warum zeugnis ist o.k.
wunsch auf weitere erfolgreich zusammenarbeit ist ein bisschen dürftig.
eher eine drei
Wieso meinst du, weiterhin erfolgreich entspräche einer 3?
dicker Zeh
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Beitrag von dicker Zeh »

Es geht ja hier nicht um eine wiederkehrende Tätigkeit, sondern um die Einarbeitung am Anfang. Diese Einarbeitung findet nur einmal statt, ein jederzeit hat da nichts zu suchen, würde eher signalisieren, dass der Verfasser das Zeugnis ohne Sinn und Verstand geschrieben hätte.
ne, eben nicht. es geht im zeugnis nicht um grammatik und schönes deutsch sondern einzig und allein um die erweiterungen _ stets, immer, jederzeit ect.
und aus besagtem satz lassen sich so leicht zwei einzelsätze machen und die aussage "aufblähen"
Wieso meinst du, weiterhin erfolgreich entspräche einer 3?
ich sage nicht das diese aussage eine drei ist sondern das die schlussformulierung eher dürftig ausfällt und das dann als drei gelesen werden kann.
also so in richtung: .. wir bedanken uns für die bisherige ...
und bla bla für die zukunft ....
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TheGuide
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Beitrag von TheGuide »

dicker Zeh hat geschrieben:ne, eben nicht. es geht im zeugnis nicht um grammatik und schönes deutsch sondern einzig und allein um die erweiterungen _ stets, immer, jederzeit ect.
und aus besagtem satz lassen sich so leicht zwei einzelsätze machen und die aussage "aufblähen"
Normalerweise ja. Nicht aber, wenn klar von der Einarbeitungsphase die Rede ist. Da ergeben Adverbien der Zeit eben keinen Sinn.
dicker Zeh
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Beitrag von dicker Zeh »

dann sind wir uns doch einig
Normalerweise ja.
und ich schreibe von anfang an das die "Formulierung dürftig" ist

und eben weil die zusätze fehlen ist es eine drei

nu können wir noch wochenlang über deine grammatikalen ausführungen diskutieren aber wenn du mich bewusst falsch verstehen willst macht die diskussion keinen sinn.

in diesem sinne, schönen abend

:shock:
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Beitrag von TheGuide »

Ich will dich nicht falsch verstehen und glaube auch nicht, dass ich dich falsch verstehe. Es geht auch nicht um Grammatik, sondern darum, dass, wenn von der Einarbeitungsphase die Rede ist, Zeitadverbien, wie stets oder immer unsinnig sind, ihr Fehlen an einer solchen Stelle also kein Manko ist. Es wäre vielmehr ein Manko, wenn sie da stehen würden, denn das würde bedeuten, dass der Verfasser des Zeugnisses dieses runtergeschrieben hätte und sich keinerlei Gedanken über die Funktion dieser Zeitadverbien und ihre Passung gemacht hätte. Das wäre wie ein gutes bis sehr gutes Zeugnis voller Rechtschreibfehler.
dicker Zeh
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Beitrag von dicker Zeh »

du kapierst es nicht

im grunde sind wir uns einig

ich mach das hier ehrenamtlich und helfe gerne anderen weiter.
ich hab nur keinen bock darauf mich mit deinem oberlehrer gehabe ständig ausainandersetzen zu müssen.

mit meiner aussage "es fehlen die erweiterungen im zeugnis" ist alles gesagt. dann kommst du und schreibst dir lieber die finger blutig und zählst erbsen bis ins allerletzte.
lass doch gut sein. alle, denen ich schreibe verstehen mich.
du willst es nicht.
ich hab echt keinen bock darauf jede meiner einträge auf so eine länge aufzuplustern wie du es tust. da werden wir uns auch nie einig.
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TheGuide
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Beitrag von TheGuide »

Nenn es Oberlehrergehabe, wenn du willst - meinen Avatar habe ich nicht umsonst gewählt - aber es gibt wirklich keinen Grund beleidigt zu sein. Ich werde mich auch weiterhin so lange zu Wort melden, wie ich eine Aussage für falsch oder zu unpräzise halte.
nordlaender
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Re: Ist mein Zwischenzeugnis schlecht oder irre ich mich?

Beitrag von nordlaender »

Das Zeunis ist für die Dauer des Beschäftigungsverhältnisses sehr (zu) kurz. Es fehlt die Vordtellung der Firma und Abteilungsbeschreibung völlig.
bäwärbär hat geschrieben: eingetreten am YY (Datum vor 24 Jahren) als Angestellter in der Abteilung Entwicklung in unser Unternehmen.

Als was warst du genau hier beschäftigt und wie waren deine Leistungen in der Tätigkeit. Dies sollte zumindest in einer Kurzform aufgeführt sein.
bäwärbär hat geschrieben:Seit 1.April 2001 führt Herr XXX als Leiter der Abteilung Vorentwicklung folgende Tätigkeiten eigenverantwortlich aus:
Mitarbeiterführung
Weitere 8 Punkte
Das eigenverantwortlich ist eher ungewöhnlich. Für eine Führungsperson fehlt hier die Berichtsebene, z.B. Berichtet an den technischen Leiter oder ist diekt der Geschäftsführung unterstellt.
bäwärbär hat geschrieben:Herr XXX hat sich als Führungskraft sehr schnell in das umfangreiche komplexe Aufgabengebiet eingearbeitet und sich einen guten Überblick über angrenzende Bereiche beschafft.
Sich nur auf die EInarbeitung zu beschränken ist hier eher schlecht zu sehen wenn man die über 13 jährige DInstzeit als Führungskraft sieht.
Hier sollte eher die Zusammenarbeit mit der höheren und unterstellten Ebene jeweils in 2-3 Sätzen gewertet werden.
bäwärbär hat geschrieben:Wir bestätigen Herrn XXX gerne, dass er sämtliche ihm übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit ausführt.
glatte 2, wird aber abgeschwächt durch die fehlenden bzw. sehr kurz gehaltenen PAssagen vorher.
bäwärbär hat geschrieben:Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Mitarbeitern ist geprägt durch sein unternehmerisches Denken und seine zuverlässige Art, die ihm Anerkennung und Wertschätzung eintragen. Jederzeit zeichnet er sich durch seine fachlichen Kenntnisse und äußerste Loyalität dem Unternehmen gegenüber aus.
eher in Richtung3
bäwärbär hat geschrieben:Dieses Zwischenzeugnis wird Herrn XXX anlässlich eines Vorgesetztenwechsels ausgestellt. Wir verbinden damit den Wunsch auf eine weiterhin erfolgreiche Zusammenarbeit.
Der Wunsch in Bezug auf die zukünfige Zusammenarbeit könnte herzlicher ausfallen.

Ich werde dass Gefühl nicht los, dass hier jemand vieles weggelassen hat um nichts negatives sagen zu müssen.
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Zwischenzeugnis Formulierungen sehr schlecht?

Beitrag von Forca82 »

Nach den fachlichen Tätigkeiten habe ich folgende Formulierungen im Zwischenzeugnis stehen. Kann das sein, dass das Zeugnis seeehr schlecht ist? Sollte ich es bei Bewerbungen weglassen?


Herr XXX hat sich gut in das Aufgabengebiet eingearbeitet. Seine im Studium erworbenen Kenntnisse wendet er zielorientiert und praxisgerecht an. Dabei hat er eine genaue und konzentrierte Arbeitsweise unter Beweis gestellt.

Die Prüfungsschritte führt Herr XXX umsichtig und verantwortungsvoll durch. Er trägt mit einem umfangreichen Arbeitspensum wesentlich zur Erfüllung der Aufgaben im Förderbereich des Referates bei.

In Abstimmung mit seinen Vorgesetzten arbeitet er selbständig und erfüllt die ihm übertragenen Aufgaben stets zur vollen Zufriedenheit.

Herr XXX wird als kooperativer und aktiver Mitarbeiter im Team geschätzt.
Sein Verhalten sowohl gegenüber Vorgesetzten und Kollegen als auch gegenüber Zuwendungsempfängern und Außenstehenden ist stets einwandfrei.

Im Auftrag
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TheGuide
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Re: Zwischenzeugnis Formulierungen sehr schlecht?

Beitrag von TheGuide »

Forca82 hat geschrieben:Herr XXX hat sich gut in das Aufgabengebiet eingearbeitet. Seine im Studium erworbenen Kenntnisse wendet er zielorientiert und praxisgerecht an. Dabei hat er eine genaue und konzentrierte Arbeitsweise unter Beweis gestellt.

Die Prüfungsschritte führt Herr XXX umsichtig und verantwortungsvoll durch. Er trägt mit einem umfangreichen Arbeitspensum wesentlich zur Erfüllung der Aufgaben im Förderbereich des Referates bei.

In Abstimmung mit seinen Vorgesetzten arbeitet er selbständig und erfüllt die ihm übertragenen Aufgaben stets zur vollen Zufriedenheit.

Herr XXX wird als kooperativer und aktiver Mitarbeiter im Team geschätzt.
Sein Verhalten sowohl gegenüber Vorgesetzten und Kollegen als auch gegenüber Zuwendungsempfängern und Außenstehenden ist stets einwandfrei.
Das einzige, woran ich etwas zu mäkeln hätte, wäre das einwandfrei. Dagegen ist nichts einzuwenden, aber es ist eben auch nicht mehr. Ansonsten entspricht das Arbeitszeugnis einer zwei.
Forca82
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Beitrag von Forca82 »

Die Prüfungsschritte führt Herr XXX umsichtig und verantwortungsvoll durch. Er trägt mit einem umfangreichen Arbeitspensum wesentlich zur Erfüllung der Aufgaben im Förderbereich des Referates bei.
Bedeutet also nicht: Er arbeitet langsam?
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TheGuide
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Beitrag von TheGuide »

Wie kommst du denn darauf?! :?: :!:
Forca82
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Beitrag von Forca82 »

Hm, das hatte ich be ersten Durchlesen so interpretiert. Schön, dass du das anders siehst.

Was sagst du zum fehlenden Schlusssatz "Dieses Zeugnis wurde ausgestellt aufgrund... bla bla"? Nicht weiter tragisch?
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TheGuide
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Beitrag von TheGuide »

Den solltest du vielleicht nachtragen lassen.
nordlaender
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Beitrag von nordlaender »

Forca82 hat geschrieben:
Die Prüfungsschritte führt Herr XXX umsichtig und verantwortungsvoll durch. Er trägt mit einem umfangreichen Arbeitspensum wesentlich zur Erfüllung der Aufgaben im Förderbereich des Referates bei.
Bedeutet also nicht: Er arbeitet langsam?
Das heißt nicht langsam.

Insgesamt ist das Zeugnis eine 2, schlimmstenfalls 2-.

Der Gesamteindruck könnte einwenig wie folgt interpretiert werden:

Er ist genau ggf. einwenig pedantisch. Wenn die Tätigkeit das erfordert wäre das positiv für dich. In Fällen wo ein hochgenaues / pedantisches Vorgehen hinderlich ist könnte jemand sagen der ist zu langsam / zu genau.
Da wir weder dich ncoh die genauen Arbeitsinhalte kennnen solltest du diesen Aspekt mal für dich bewerten.
Forca82
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Beitrag von Forca82 »

Da ich Verwendungsnachweisprüfer (ähnlich einem Rechnungsprüfer) bin, ist das wohl sehr gut ;)

Den Schlusssatz lasse ich nachtragen.

Vielen Dank für eure Bemühungen :)
PlanB
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Bewertung schlechtes Zwischenzeugnis?

Beitrag von PlanB »

Halli Hallo,

ich erahne es ja schon, dass das Zwischenzeugnis außererordentlich schlecht ist. Trotzdem wollte ich mal eure Meinung dazu hören. Es unterscheidet sich auch sprachlich von der Ausdrucksweise her von meinen bisherigen Arbeitszeugnissen. Wie zB "Flink" klingt so, als ob sie von einem Wiesel sprechen würden.

"Herr/Frau....hat eine sehr gute und rasche Auffassungsgabe und ist sowohl in der Schule als auch im Büro interessiert und lerneifrig. Herr/Frau..... ist ferner ein/e gewissenhafte/r, flinke/r und sehr pünktliche/r Mitarbeiter/in, die/der sich den ihr/ihn gestellten Aufgaben mit ausgeprägtem Interesse, gesundem Ehrgeiz und stetig wachsendem Erfolg widmet. Zu Erläuterungen erstellt Herr/Frau ... regelmäßig Notizen und stellt sinnvolle Fragen. Das Berichtsheft ist sauber geführt und wird regelmäßig und ohne Verzögerung vorgelegt. Die Ergebnisse in der Zwischenprüfung waren deutlich überdurchschnittlich. Insgesamt finden Ihre/seine Leistungen stets unsere volle Zufriedenheit.

Sehr gut gefällt uns ferner ihre/seine jederzeit außerordentlich höfliche und sehr zurückhaltende persönliche Art. Ihr/Sein Verhalten gegenüber Kolleginnen und Kollegen, Vorgesetzten und Mandanten ist tadellos.

Wir erstellen dieses Zwischenzeugnis auf ausdrücklichen wunsch und wir freuen uns darauf, Sie weiter in unserer Kanzlei ausbilden zu können. Am erfolgreichen Abschluss der Ausbildung haben wir keinerlei Zweifel."

Vielen Dank!
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TheGuide
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Re: Bewertung schlechtes Zwischenzeugnis?

Beitrag von TheGuide »

PlanB hat geschrieben: 06.12.2019, 23:41 und ist sowohl in der Schule als auch im Büro interessiert und lerneifrig.
Interessiert und lerneifrig sagt nichts über den Erfolg aus. Auch jemand der prokrastiniert (also ewig aufschiebt) kann sehr interessiert sein, nur gelangt er nie oder erst spät ans Ziel.
Herr/Frau..... ist ferner ein/e gewissenhafte/r, flinke/r und sehr pünktliche/r Mitarbeiter/in, die/der sich den ihr/ihn gestellten Aufgaben mit ausgeprägtem Interesse, gesundem Ehrgeiz und stetig wachsendem Erfolg widmet.
Das flink stört mich weniger, als das pünktlich. Das ist gewissermaßen eine Selbstverständlichkeit. Das zu erwähnen heißt gewissermaßen, dass man so wenig positives zu berichten hat, dass man selbst das selbstverständliche aufgreift.
Zu Erläuterungen erstellt Herr/Frau ... regelmäßig Notizen und stellt sinnvolle Fragen. Das Berichtsheft ist sauber geführt und wird regelmäßig und ohne Verzögerung vorgelegt. Die Ergebnisse in der Zwischenprüfung waren deutlich überdurchschnittlich. Insgesamt finden Ihre/seine Leistungen stets unsere volle Zufriedenheit.
Dieser Teil dagegen changiert zwischen 1 und 2.
Sehr gut gefällt uns ferner ihre/seine jederzeit außerordentlich höfliche und sehr zurückhaltende persönliche Art. Ihr/Sein Verhalten gegenüber Kolleginnen und Kollegen, Vorgesetzten und Mandanten ist tadellos.
Dieser Abschnitt ist widersprüchlich. EInerseist die Vokabel sehr gut, andererseits, dass die Kollegen vor den Vorgesetzten genannt werden, das wird gerne als Zeichen gelesen, dass dem eben nicht so ist. Die Vorgesetzten gehören vor die Kollegen.

Die Frage ist nun, wie viel Erfahrung der Verfasser mit der Abfassung von Arbeitszeugnissen hat.
PlanB
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Re: Bewertung schlechtes Zwischenzeugnis?

Beitrag von PlanB »

Danke dir!

Ja, da sind so viele Widersprüche drin und auch von der Beschreibung der Tätigkeiten her, ist das eine für mich ungewohnte Sprache. Ich kenne das von meinen weiteren Arbeitszeugnissen ganz anders, da werden vor allem professionelle Begriffe verwendet, die mir hier fehlen. Und auch geht es weniger um meine Arbeit an sich, sondern nur um so Dinge, die selbstverständlich sind. Pünktlichkeit, sauberes pünktliches Berichtsheft, Höflichkeit, sind doch alles selbstverständliche Dinge.

Ich weiß auch nicht, wie ein Zwischenzeugnis bei einem Azubi aussieht, der eben noch mitten in der Ausbildung steckt. Viel zu berichten gibt es da anderseits auch nicht, man lernt ja noch. Pünktlichkeit wurde noch in keines meiner Zeugnisse bisher thematisiert und jetzt hier, finde ich sehr ungewöhnlich.

Tadellos liegt im Bereich 4-5 oder? Ich lese zumindest nichts gutes über diesen Satz. Ja, die Reihenfolge ist in meinen anderen Arbeitszeugnissen auch nicht so wie hier. Ich werde definitiv das Gespräch suchen. Noch nie hatte ich so ein schlechtes Zeugnis.

Den Schluss finde ich auch komisch. "Keine Zweifel" ist ja wieder so eine Negation und drückt ja erst recht aus, dass die Zweifel an einem erfoglreichen Abschluss der Ausbildung hätte. Oder verstehe ich das falsch? Hier sind einfach zu viele Negationen drin.

Ich würde da nach einer Nachbesserung bitten folgender Punkte:

- Pünktlichkeit
- und das mit der richtigen Reihenfolge. Das Tadellos würde ich durch ein anderes Wort ersetzten, dass ein "befriedigend" ergibt.

Was müsste noch alles korrigiert werden, damit es ein halbwegs gutes Zeugnis ist?
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