Geburtsort im Lebenslauf weglassen oder ändern?
-
- Beiträge: 2
- Registriert: 08.07.2007, 21:51
Geburtsort im Lebenslauf weglassen oder ändern?
Hi, möchte mich als PKA bewerben. Möchte aber aus persönlichen Gründen meinen Geburtsort, der in Russland liegt und den eh niemand lesen kann, weglassen, oder evtl. einfach ändern.
Naja eigentlich möchte ich möglichen Unangenehmheiten aus dem weg gehen. Spreche perfekt deutsch ohne irgendeinen Akzent. mfg
Naja eigentlich möchte ich möglichen Unangenehmheiten aus dem weg gehen. Spreche perfekt deutsch ohne irgendeinen Akzent. mfg
Möchtest du nur den Ort nicht angeben, weil den keiner lesen kann oder möchtest du im Allgemeinen dein Geburtsland nicht angeben, damit die nicht denken, dass du vielleicht nicht gut deutsch kannst?
Schreib doch einfach dein Geburtsdatum und Russland hin, musst ja nicht die Stadt nennen. Und wie schon gesagt wurde, falls du übernommen wirst, musst du diese sowieos annehmen.
Bist du noch nicht so lange in Deutschland?
Schreib doch einfach dein Geburtsdatum und Russland hin, musst ja nicht die Stadt nennen. Und wie schon gesagt wurde, falls du übernommen wirst, musst du diese sowieos annehmen.
Bist du noch nicht so lange in Deutschland?
Also, ich will niemanden zu nahe treten, aber das ist doch total albern!
Ich weiß jetzt nicht was das für eine Stelle ist um die du dich bewirbst, aber normalerweise ist es doch so, dass es eher sehr vorteilhaft ist wo anders geboren zu sein und auch event. eine andere Sprache zu können! Und in der Lage zu sein mit verschiedenen Kulturen arbeiten zu können...
Warum möchtest du es eigentlich so ungerne preisgeben?
Ich weiß jetzt nicht was das für eine Stelle ist um die du dich bewirbst, aber normalerweise ist es doch so, dass es eher sehr vorteilhaft ist wo anders geboren zu sein und auch event. eine andere Sprache zu können! Und in der Lage zu sein mit verschiedenen Kulturen arbeiten zu können...
Warum möchtest du es eigentlich so ungerne preisgeben?
Geburtsort im Lebenslauf weglassen? Im Ausland geboren
Hallo,
ich würde gern wissen ob es unbedingt notwendig ist seinen Geburtsort im Lebenslauf anzugeben. Da ich in einem "lustig" klingenden Ort in Rumänien geboren bin würde ich es gern weglassen.
Von Namen und sonstigem merkt man mir nicht an, dass ich in Rumänien geboren bin. Ich möchte damit eventuelle unbewusste Vorurteile beim Personaler verhindern.
Siehe der Fall "- Ossi" letztens im TV
Danke und Gruß
ich würde gern wissen ob es unbedingt notwendig ist seinen Geburtsort im Lebenslauf anzugeben. Da ich in einem "lustig" klingenden Ort in Rumänien geboren bin würde ich es gern weglassen.
Von Namen und sonstigem merkt man mir nicht an, dass ich in Rumänien geboren bin. Ich möchte damit eventuelle unbewusste Vorurteile beim Personaler verhindern.
Siehe der Fall "- Ossi" letztens im TV

Danke und Gruß
Geburtsort weglassen, zwei Muttersprachen angeben?
Ich bin nicht in Deutschland geboren, habe aber den größten Teil meines Lebens hier verbracht. Die Sprache, die ich am besten spreche, ist Deutsch. Auch die deutsche Grammatik beherrsche ich perfekt. Laut Freunden habe ich außerdem keinen Akzent.
Ich habe einen deutschen Namen, bin außerdem weiß und habe auch keine Gesichtszüge, die auf eine ausländische Herkunft hindeuten, d. h. auch beim Foto im Lebenslauf wird man sich nichts weiter denken.
Neulich war ich bei einer Bewerbungstrainerin vom Amt. Nachdem sie sich meinen Lebenslauf angeschaut hat, fragte Sie, warum ich denn meine Deutschkenntnisse nicht bei den Sprachen aufführe ... Ich hab nur so
geschaut.
Einen solchen ersten Eindruck möchte ich unbedingt vermeiden, v. a. nachdem ich in einem Thread hier gelesen habe, was Personaler teilweise für Ausschlusskriterien bei der Vorauswahl haben.
Kann ich den Geburtsort im Lebenslauf komplett weglassen oder gibt es da ein ungeschriebenes Gesetz, den aufzuführen?
Kann ich den evtl. durch "Wohnort" ersetzen oder wirft das nur noch mehr Fragen auf?
Oder bin ich nur paranoid und solche Vorurteile gibt es gar nicht?
Ich habe einen deutschen Namen, bin außerdem weiß und habe auch keine Gesichtszüge, die auf eine ausländische Herkunft hindeuten, d. h. auch beim Foto im Lebenslauf wird man sich nichts weiter denken.
Neulich war ich bei einer Bewerbungstrainerin vom Amt. Nachdem sie sich meinen Lebenslauf angeschaut hat, fragte Sie, warum ich denn meine Deutschkenntnisse nicht bei den Sprachen aufführe ... Ich hab nur so

Einen solchen ersten Eindruck möchte ich unbedingt vermeiden, v. a. nachdem ich in einem Thread hier gelesen habe, was Personaler teilweise für Ausschlusskriterien bei der Vorauswahl haben.
Kann ich den Geburtsort im Lebenslauf komplett weglassen oder gibt es da ein ungeschriebenes Gesetz, den aufzuführen?
Kann ich den evtl. durch "Wohnort" ersetzen oder wirft das nur noch mehr Fragen auf?
Oder bin ich nur paranoid und solche Vorurteile gibt es gar nicht?
Paranoid ist ein zu hartes Wort. Du meinst also, dass vor allem die Geburtsort-Angabe mit deinen Bewerbungschancen zusammenhängen?
Wofür bewirbst du dich denn jetzt und wie viele Bewerbungen mit welchem Erfolg hast du verschickt?
Prinzipiell ist es schon möglich, auf die Geburtsort-Angabe zu verzichten.
Wofür bewirbst du dich denn jetzt und wie viele Bewerbungen mit welchem Erfolg hast du verschickt?
Prinzipiell ist es schon möglich, auf die Geburtsort-Angabe zu verzichten.
Ich denke, dass wenn man den Lebenslauf zum ersten mal sieht und gleich am Anfang steht, dass man nicht in Deutschland geboren ist, bei vielen sofort das Vorurteil entsteht, man kann bestimmt "nicht richtig Deutsch" und hat andere kulturelle Gewohnheiten. Das mag bei Menschen, die als Erwachsene migriert sind, durchaus stimmen. Ich bin allerdings in Deutschland aufgewachsen und es trifft nicht auf mich zu.
Der erste Eindruck zählt und daher möchte ich dabei nicht mit einem Land in Verbindung gebracht werden, mit dem ich den größten Teils meines Lebens überhaupt nichts zu tun hatte.
Ich glaube nicht, dass das der Grund auch nur für eine der Absagen gewesen ist. Und für so einen Arbeitgeber würde ich sowieso nicht arbeiten wollen.
Ich denke aber schon, dass die Unterlagen dann von Anfang an nicht mit so einer neutralen Einstellung gelesen werden, wie ohne diese Information.
Ich bewerbe mich als Ingenieur, allerdings auf einen Nieschenbereich. Passende stellen sind daher selten und deshalb für mich besonders wertvoll.
Der erste Eindruck zählt und daher möchte ich dabei nicht mit einem Land in Verbindung gebracht werden, mit dem ich den größten Teils meines Lebens überhaupt nichts zu tun hatte.
Ich glaube nicht, dass das der Grund auch nur für eine der Absagen gewesen ist. Und für so einen Arbeitgeber würde ich sowieso nicht arbeiten wollen.
Ich denke aber schon, dass die Unterlagen dann von Anfang an nicht mit so einer neutralen Einstellung gelesen werden, wie ohne diese Information.
Ich bewerbe mich als Ingenieur, allerdings auf einen Nieschenbereich. Passende stellen sind daher selten und deshalb für mich besonders wertvoll.
Der Thread, den du als Beispiel anführst, scheint mir etwas überzogen zu sein. Es gibt auf dem Arbeitsmarkt auch ohne Zweifel Diskriminierung aufgrund der Herkunft, die trifft manche Ausländer härter als andere, je nach Herkunftsregion und Attribuierung.
Deutscher Name und in Osteuropa geboren, dann wird man dich für einen Spätaussiedler halten, deutscher Name und sonstwo auf der Welt geboren, wird man dich für ein Kind von Eltern halten, die halt während deiner Geburt im Ausland waren. Gerade letzteres kann sogar von Vorteil sein, weil man ggf. unterstellt, dass du in deinem Leben einiges mehr von der Welt gesehen hast als andere. Personaler sind eben wie alle Menschen: Sie machen sich aufgrund der wneigen vorliegenden Informationen ein Bild, dass du aktiv steuern kannst.
Sprichst du mit deinen Eltern eine andere Sprache als/außer Deutsch?
Deutscher Name und in Osteuropa geboren, dann wird man dich für einen Spätaussiedler halten, deutscher Name und sonstwo auf der Welt geboren, wird man dich für ein Kind von Eltern halten, die halt während deiner Geburt im Ausland waren. Gerade letzteres kann sogar von Vorteil sein, weil man ggf. unterstellt, dass du in deinem Leben einiges mehr von der Welt gesehen hast als andere. Personaler sind eben wie alle Menschen: Sie machen sich aufgrund der wneigen vorliegenden Informationen ein Bild, dass du aktiv steuern kannst.
Sprichst du mit deinen Eltern eine andere Sprache als/außer Deutsch?
Ich bin ein Spätaussiedler aus Osteuropa. Klar, wenn man in den USA oder Schweden oder ähnliches geboren wurde, ist es kein Thema und, wie du sagst, kann sogar ein Vorteil sein. Bei mir sehe ich die Lage aber etwas anders.
Ich spreche nur Russisch mit meinen Eltern, wobei das aber nur noch selten der Fall ist. Ich lebe mittlerweile in einer anderen Stadt als sie und davor habe ich auch schon in meiner eigenen Wohnung gelebt.
Ich spreche nur Russisch mit meinen Eltern, wobei das aber nur noch selten der Fall ist. Ich lebe mittlerweile in einer anderen Stadt als sie und davor habe ich auch schon in meiner eigenen Wohnung gelebt.
Wie gibst du dann deine Russisch-Kenntnisse im Lebenslauf an? Dann kannst du im Prinzip nicht Muttersprachler schreiben, wenn du deine Herkunft verschleiern willst. Ansonsten zu Sprachkenntnissen.
Du könntest Deutsch als 1. Muttersprache und Russisch als 2. Muttersprache angeben, denn die Muttersprache ist nicht die Sprache der Mutter.
Ich glaube, du machst dir zu viele unnötige Gedanken über diese Sachen.
Du könntest Deutsch als 1. Muttersprache und Russisch als 2. Muttersprache angeben, denn die Muttersprache ist nicht die Sprache der Mutter.
Ich glaube, du machst dir zu viele unnötige Gedanken über diese Sachen.

Das ist natürlich auch ein Punkt. Hatte das bisher als Muttersprache angegeben, werde es aber nicht mehr tun. "Muttersprache" ist sowieso ein irreführender Begriff. Im Prinzip ist das ja nur die Sprache, die die Eltern einem von klein auf beigebracht haben. Auch wenn die meisten Menschen ihre Muttersprache am besten beherrschen, muss es ja nicht automatisch so sein. Nur mal so als Bsp., Helene Fischers "Muttersprache" ist auch Russisch 
Hab auch öfters bei Online-Formularen Deutsch und Russisch beide als Muttersprache angegeben, weil es da quasi die höchste Stufe war. Wenn man Russisch als Muttersprache angibt, aber Deutsch "nur" als verhandlungssicher erweckt das einen Eindruck, der bei mir so ziemlich genau dem Gegenteil der Wirklichkeit entspricht.
Hab hier noch was interessantes zu "Muttersprache" und "Erstsprache" bei Wikipedia gefunden. Demnach ist Deutsch meine "Erstsprache". Aber schreib das mal in einen Lebenslauf ... die halten dich für komplett bescheuert.

Hab auch öfters bei Online-Formularen Deutsch und Russisch beide als Muttersprache angegeben, weil es da quasi die höchste Stufe war. Wenn man Russisch als Muttersprache angibt, aber Deutsch "nur" als verhandlungssicher erweckt das einen Eindruck, der bei mir so ziemlich genau dem Gegenteil der Wirklichkeit entspricht.
Hab hier noch was interessantes zu "Muttersprache" und "Erstsprache" bei Wikipedia gefunden. Demnach ist Deutsch meine "Erstsprache". Aber schreib das mal in einen Lebenslauf ... die halten dich für komplett bescheuert.