Mal etwas ganz Anderes, pappel:
pappel hat geschrieben:An anderen Tagen schreibe ich ganz viele Bewerbungen
Meinst Du das wirklich wörtlich so, wie es da steht? Du schreibst
MEHRERE komplette Bewerbungen an
EINEM Tag? Ich halte es für ausgeschlossen, dass sich mehrere erfolgversprechende Bewerbungen in solch einem Zeitraum verfassen lassen. Vielleicht liegt da (in Deinem Fall) bereits die Quelle des Problems. Wenn Du möchtest, kannst Du ja einmal (in einem anderen Thread) ein typisches Ergebnis solch eines Tages zur Diskussion stellen.
Wobei mir klar ist, dass das an Deiner Frage vorbei geht. Ich habe es hier hauptsächlich deshalb geschrieben, weil eine ernsthafte Auseinandersetzung mit einem konkreten Bewerbungsvorhaben m. E. tatsächlich auch eine gute Art ist, seinen "Bewerbungstag" zu gestalten, ohne dabei "Zeit abzusitzen", wie mupfy gerade so schön sagt.
Wenn man z. B. die Schwerpunkte eines Wunschunternehmens kennt, kann man ja mal in einen gut sortierten Buchladen gehen und in entsprechenden Fachbüchern oder -zeitschriften blättern. Vielleicht sogar etwas davon kaufen (oder in einer Bibliothek leihen). Das bringt die Gedanken in die richtige Richtung, ohne sie allzu sehr auf das reine Anschreibensthema zu verengen.
Je nachdem, um was für eine Art von Betrieb es geht, kann man ja vielleicht auch einfach mal dort vorbei gehen, um sich ein wenig umzusehen... ein Gefühl dafür zu bekommen, was für Leute dort arbeiten, welcher Art die Kundschaft ist, welche Dinge (soweit sichbar) sie als wichtig erhalten. Jedes Detail kann den Unterschied machen... und man sitzt nicht blöd zuhause rum...
"Zerstreuung mit Sinn" liegt natürlich auch in "Szene-Veranstaltungen" aller Art... irgendwelche branchenbezogenen Messen, Ausstellungen, Podiumsdiskussionen oder was auch immer. Sich gedanklich innerhalb seines Wunsch-Kosmos zu bewegen, ist m. E. generell gut... und trägt auch stark zu überzeugenden Formulierungen in Anschreiben bei... wenn die denn auch mal wieder an der Reihe sind.
Man muss dafür übrigens gar nicht zwingend vor einer Tastatur sitzen. Ich schreibe andauernd irgendetwas... und habe deshalb auch immer Kuli und Papier dabei. Es ist doch zum Beispiel immer wieder ganz erstaunlich, was einem so alles im Zug einfällt, wenn man eigentlich an gar nichts denkt. Der Zug ist fast so gut wie die Dusche... wobei die vom Notizen-Standpunkt wirklich tricky ist...
pappel hat geschrieben:Oder hat Ihr die Hoffnung schon längst aufgegeben, weil man einfach nicht wissen kann, was Personaler wollen?
Die "Hoffnung" aufzugeben wäre m. E. die falsche Konsequenz. Das, was man aufgeben sollte, ist der Versuch, deren (in der Tat nicht wissbare... und auch individuell stark unterschiedliche) Wünsche vorwegnehmen zu wollen...