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Stärken und Schwächen im Vorstellungsgespräch

"Welche Stärken und Schwächen besitzen Sie?" - Die Frage nach den fachlichen und persönlichen Stärken und Schwächen im Vorstellungsgespräch ist sehr gefürchtet, da es für viele Bewerber eine große Schwierigkeit darstellt, eine überzeugende und nicht zu einfältige Antwort zu geben. Obwohl man sich auf diese fast immer gestellte Frage gut vorbereiten kann, werden viele Bewerber bei der Beantwortung leider unsicher.


Wie bei allen Fragen im Vorstellungsgespräch gilt bei den Antworten wieder: die Stärken und Schwächen nicht nur einfach aufzählen, sondern gleichzeitig eine Begründung oder Erläuterung mit Beispielen geben, so dass die Gesprächspartner das Gesagte besser nachvollziehen können. Deshalb sind vorgefertigte Antworten auch eine schlechte Wahl, um sich als authentisch und selbstsicher präsentieren zu können. Im folgenden Artikel geht es vorrangig um die persönlichen Stärken und Schwächen und entsprechende Beispiele.

Individuelle Stärken und Schwächen herausfinden

Neben der konkreten Beantwortung der Stärken und Schwächen interessieren den Personaler vor allem aber auch der souveräne Umgang mit dieser Frage und das individuelle Selbstbild des Bewerbers. Deshalb gehört es zu einer guten Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch, sich mit den eigenen Stärken und Schwächen ausführlich auseinanderzusetzen, ein Vorgehen für die Beantwortung auszuarbeiten und gleichzeitig für die typischen vorformulierten Antworten auf die Frage nach den Stärken und Schwächen, die den Personaler eher entnerven, nachvollziehbare Alternativen zu finden.

Checkliste Vorstellungsgespräch

Mit dieser Checkliste behalten Sie den Überblick über alle wichtigen Punkte zum Vorstellungsgespräch:

  • Organisatorische Vorbereitung
    • Bestätigung der Einladung
    • Optische Erscheinung
    • Anreise
    • Unterlagen
  • Inhaltliche Vorbereitung
  • Im Gespräch
  • Nachbereitung


Download der Checkliste für das Vorstellungsgespräch als PDF-Dokument.


Daher sollten Sie den Bewerbungsprozess nutzen, um grundsätzlich über Ihre Persönlichkeit, Ihre Stärken und Schwächen, Ihre Fähigkeiten und Ihre Ziele nachzudenken. Aber nicht in einem taktischen Sinn, was in einem Vorstellungsgespräch gut klingen könnte, sondern ganz real. So verstehen Sie sich selbst besser, werden sich Ihrer Selbst bewusst, können in einem Vorstellungsgespräch selbstsicherer auftreten und erhalten letztendlich wahrscheinlicher einen Job, der Sie mit den zugehörigen Aufgaben zufriedenstellt.

Denn die Frage nach den Stärken und Schwächen ist kein willkürlich aufgestelltes Hindernis, welches mit der vermeintlich "richtigen" Beantwortung aus dem Weg geräumt werden könnte. Aber leider glauben das viele Bewerber und berauben sich damit der Chance, dem Arbeitgeber auf Augenhöhe zu begegnen. Für den Arbeitgeber ist es allerdings entscheidend, den Bewerber seinen Fähigkeiten und Kenntnissen entsprechend einschätzen und somit später einsetzen zu können. Wenn Sie als Bewerber für den Personaler nicht greifbar sind, da Sie nur Plattitüden von sich geben, dann wird dieser Sie noch kritischer beäugen und im Vorstellungsgespräch die entsprechenden Nachfragen stellen.


Stärken und Schwächen haben oft zwei Seiten

Sie sollten sich dabei immer bewusst sein, dass Stärken und Schwächen niemals als absolut anzusehen sind. Zum einen gibt es unterschiedliche Bandbreiten der einzelnen Stärken und Schwächen, zum anderen können Eigenschaften von unterschiedlichen Personen auch ganz unterschiedlich bewertet werden. Außerdem können bestimmte Eigenschaften in unterschiedlichen Situationen einmal Stärken und dann auch wieder Schwächen sein.

So ein Beispiel für eine Eigenschaft, die sowohl als Stärke als auch als Schwäche gesehen werden kann, ist Ehrgeiz. So kann der Bewerber angeben, dass er sich zu hohe Ziele setze und vielleicht sogar den Überblick verliert, wenn es an die Umsetzung geht. Ein Arbeitgeber kann diese Schwäche nun durchaus anders bewerten, indem dieser zum Beispiel die Meinung vertritt, dass ein Arbeitnehmer mit zu viel Ehrgeiz, der immer motiviert ist und vollen Einsatz zeigt, besser sei, weil die realistischen Zielvorgaben sowieso vom Vorgesetzten vorgegeben werden.

Keine vorgefertigten Antworten übernehmen und aufsagen

So lange sich der Personaler kein einigermaßen realistisches Bild über die Stärken und Schwächen des Bewerbers gemacht hat, wird er diesen auch nicht einstellen. Deshalb ist für beide Seiten das Suchen nach "guten" Schwächen und Stärken nicht zielführend. Der Personaler macht sich aus den Bewerbungsunterlagen ein Bild und will die gewonnenen Informationen in einem Vorstellungsgespräch verifizieren. Wenn Sie zwar mit falschen Informationen die Stelle ergattern, aber dann falsch eingesetzt werden, mit Anforderungen, die Ihnen nicht liegen, dann werden Sie unzufrieden und müssen sich möglicherweise nach kurzer Zeit wieder nach einem neuen Job umsehen.

Dementsprechend ist es bei der Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch auch der falsche Ansatz, einfach nur wahllos nach Beispielen für persönliche Stärken und Schwächen zu recherchieren, die sich besonders gut und überzeugend anhören. Denn wenn Sie als Bewerber nur Stichpunkte und Beispiele von Dritten übernehmen, ohne darüber intensiv nachzudenken, ob Sie damit authentisch auftreten, dann entwickeln Sie sich weder als Bewerber, Arbeitnehmer noch als Persönlichkeit selbst weiter. Nehmen Sie stattdessen den Bewerbungsprozess auch immer als eine Zeit und Chance, über sich selbst intensiv nachzudenken.

Außerdem sind Personaler über die üblichen Ratschläge in der Bewerbungsliteratur informiert sind. Sie wissen also, dass Bewerber wissen, dass man in einem Vorstellungsgespräch aus "Schwächen" "Stärken" machen soll, um zu überzeugen. Es gibt im Laufe eines Vorstellungsgesprächs aber die verschiedensten Fragetechniken, den wirklichen Stärken und Schwächen auf den Grund zu gehen.

Beispiele für Schwächen im Vorstellungespräch

Wenig Praxiserfahrung: Der Arbeitgeber wird diesen Sachverhalt sicherlich Ihrer Bewerbung entnommen haben. Trotzdem wurden Sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen; überzeugen Sie ihn daher mit der ausführlichen Darstellung Ihrer Praxiserfahrung und arbeiten Sie Gemeinsamkeiten zu den Aufgaben der Stelle heraus.

Ungeduld: "Ich möchte Aufgaben sofort und schnell erledigen; habe aber mittlerweile gelernt, mir einen genauen Überblick zu verschaffen und Prioritäten zu setzen." - Damit zeigt der Bewerber ein reflektiertes Verhalten und Lernvermögen, mit der Schwäche umzugehen.

Mangelnde Streitfähigkeit: "Ich kann schlecht streiten und mal laut werden." - Wobei das nicht unbedingt eine richtige Schwäche ist, denn Lautstärke sagt nichts über die Argumente aus. Wenn Sie dann weiter darstellen, wie Sie in einem Streitfall sachlich argumentieren, kann dies als Stärke angesehen werden.

Nachgiebigkeit: "Ich kann schlecht nein sagen und übernehme auch Aufgaben von anderen, bevor es nicht richtig gemacht wird." - Hier sollte der Bewerber durchaus auch Lösungen angeben, um dies zukünftig zu verhindern. Oder der Bewerber fragt, wie die Aufgabenverteilung in der zukünftigen Abteilung vorgenommen wird.

Beispiele für Stärken im Vorstellungsgespräch

Teamfähigkeit: "Zur Teamfähigkeit gehören für mich besonders Eigenschaften wie Toleranz, Sachlichkeit, Kritikfähigkeit, Empathie und Kooperationsfähigkeit. Durch diese Eigenschaften wird entschieden, ob die Teamarbeit gut oder schlecht verläuft. Dass mir eine gute Teamarbeit sehr wichtig ist, habe ich bei meinen bisherigen Arbeitgebern bewiesen." - Bei dieser Antwort wird eine Definition gegeben, was der Bewerber unter Teamfähigkeit versteht. Das Definieren der Eigenschaft ist grundsätzlich eine gute Antwortmöglichkeit.

Zuverlässigkeit: "Ich halte mich an getroffene Zusagen zu 100%. Denn ich bin sehr organisiert und kann den Arbeitsaufwand für die verschiedensten Aufgaben aus Erfahrung sehr gut einschätzen. So mache ich keine Zusagen für die Zukunft, wenn ich heute schon weiß, dass die Zeit für die Aufgabenbewältigung knapp bemessen ist."

Weitere Informationen zum Vorstellungsgespräch


 
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