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Ausbildung Reiseverkehrskauffrau Reiseverkehrskaufmann

Als traditioneller Ausbildungsberuf der Tourismus- und Freizeitwirtschaft galt in der Vergangenheit der Beruf der Reiseverkehrskauffrau/des Reiseverkehrskaufmanns. Touristische Arbeitgeber für diesen Beruf sind in erster Linie Reiseveranstalter, Reisebüros, lokale Fremdenverkehrsbetriebe oder kleine Reise- bzw. Touristikanbieter (zum Beispiel Campingplätze). Für diesen Beruf gibt es seit 1998 zwei Spezialisierungen in den Fachrichtungen Touristik bzw. Kuren und Fremdenverkehr. Die Fachrichtungsausbildung beginnt ab dem zweiten Ausbildungsjahr, wobei innerhalb der Fachrichtungen eine weitere Spezialisierung vorgenommen wird.

So differenziert sich die erste Fachrichtung in die Gebiete Reiseveranstaltung, Reisevermittlung Touristik und Reisevermittlung Beförderung, währenddessen es in der zweiten Fachrichtung folgende Spezialisierungen gibt: Touristinformationen, Kuren und Veranstaltungen. Mit diesen Spezialisierungen wird den unterschiedlichen Anforderungen der touristischen Anbieter Rechnung getragen. Reiseveranstalter und Reisebüros bilden nur in der Fachrichtung Touristik aus. Die Ausbildung in der Fachrichtung Kuren und Fremdenverkehr wird häufig von Unternehmen des Kur- und Bäderwesens angeboten, obwohl die Zahl der Ausbildungsplätze in dieser Fachrichtung insgesamt deutlich geringer als in der Fachrichtung Touristik ist.

Schwerpunkte in der Arbeit von Reiseverkehrskaufleuten

Die Tätigkeiten können sich je nach Unternehmensgröße unterscheiden, da der gesamte Wertschöpfungsprozess in großen Unternehmen arbeitsteiliger geregelt ist. Die Tätigkeit im Reisebüro beinhaltet in erster Linie die Beratung von Kunden über Reiseziele und den Verkauf entsprechender touristischer Angebote. Daneben werden Marketing-Aufgaben übernommen und Veranstaltungen (kleine Events, Messen) von ihnen mitorganisiert. Letzteres sind vor allem Aufgaben bei Reiseveranstaltern. Dazu nutzen sie moderne Informations- und Kommunikationssysteme. Der Kontakt zum Kunden spielt in diesem Beruf eine große Rolle. Weitere Aufgaben umfassen die Büroarbeit und die Verwaltung:

  • Angebotserstellung für Leistungen
  • Verkauf von Leistungen
  • Vergleich und Einkauf von Leistungen
  • Ermittlung und Kalkulation von Preisen
  • Bearbeitung der Zahlungsvorgänge
  • Kontakt mit externen Partner
  • Recherche, Sammeln und Werten von Informationen

Dagegen sind bei Reiseveranstaltern breit gefächerte Aufgaben zu übernehmen:

  • Planen, Organisieren und Durchführen von Reisen
  • Beratung von Reisebüros
  • Gestaltung von Verträgen mit touristischen Leistungserbringern
  • Reservierungen
  • Beratung der Kunden
  • Kalkulieren der Preise
  • Zahlungs- und Buchungsüberprüfung

Allgemeines Anforderungsprofil

Reiseverkehrskaufleute müssen kundenorientiert handeln, flexibel arbeiten, über gute Computerkenntnisse verfügen und die Verkaufstätigkeit mit Leidenschaft ausführen. Außerdem werden sichere Fremdsprachenkenntnisse immer wichtiger und das Interesse für kaufmännische sowie touristische Sachverhalte muss besonders ausgeprägt sein. So müssen Reiseverkehrskaufleute über die Reisegebiete umfangreich informiert sein. Gute Schulnoten in Geographie sind daher ein wichtiges Kriterium für die Einstellung, da sie das touristische Interesse dokumentieren. Der sichere Umgang mit Buchungssystemen und Kommunikationssystemen sind für einen reibungslosen Verlauf des Arbeitsalltags unerlässlich. Daher ist ein ausgeprägtes IT-Verständnis unabdingbar. Auf neue technische Entwicklungen müssen sich Reiseverkehrskaufleute schnell einstellen.

Weiterbildung

Im Outgoing-Tourismus entstehen immer neue Tourismus-Destinationen. Deshalb ist eine ständige Auffrischung und Erweiterung des Wissens über Reiseziele wichtig, um den Kunden umfassend informieren und beraten zu können. Es muss zwar im Interesse des jeweiligen Unternehmens liegen, dass die Mitarbeiter im Laufe des Berufslebens dieses Wissen vermittelt bekommen. Dennoch ist eine eigenständige Aneignung von Zielgebietskenntnissen anzuraten, um die eigenen Arbeitsmarktchancen zu verbessern. Zudem können Serviceorientierung, Kundenberatung und Verkaufsaktivitäten in Weiterbildungen geschult werden. Diese Fähigkeiten können zum Beispiel in einer Weiterbildung zum Tourismusfachwirt bzw. zur Tourismusfachwirtin erworben werden.

Beschäftigungs- und Aufstiegsmöglichkeiten

In den vergangenen Jahren haben sich die Vertriebswege in der Tourismusbranche durch das Internet radikal geändert, so dass sich dies auf die Beschäftigungschancen von Reiseverkehrsleuten auswirkt: ohne entsprechende Qualifizierungen verschlechtern sich die Jobaussichten.

Normalerweise neigen Reiseverkehrskaufleute nur zu geringen Berufswechseln und können die in der Ausbildung erlernten Wissensgebiete langfristig in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft einsetzen, wodurch Reiseverkehrskaufleute sehr zufrieden mit ihrer Berufswahl und ihrem Beruf sind. Allerdings sind die Aufstiegsmöglichkeiten nur sehr begrenzt. Reisebüros sind nur mit sehr wenigen Mitarbeitern besetzt, so dass die beruflichen Perspektiven ohne Weiterbildung oft nur geringe Möglichkeiten zur Erweiterung des Aufgabenfeldes und des Verantwortungsbereiches offenlassen. Bessere Positionen ergeben sich als Teamverantwortlicher, Büroleiter, Filialleiter oder Gebietsleiter, wobei dafür umfassende kaufmännische Qualifizierungen notwendig sind.

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